Heizung, Beleuchtung u. Einrichtung
Heizung und Beleuchtung
Bartagame sind wie alle Reptilien wechselwarm. Sie müssen also durch äußere Einflüsse Wärme aufnehmen, weil sie selbst keine Wärme prodozieren können. Auch ihre Aktivität hängt davon ab. Also müssen Temperaturbereiche im Terrarium erschaffen werden. Grundsätzlich werden zwei Temperaturbereiche unterschieden: Einmal der Aktivitätsbereich ( 18 bis 35°C ) und der Vorzugsbereich ( 48 bis 55°C ). Natürlich sollte im Terrarium stets eine bestimmte Grundtemperatur vorherrschen ( 28 bis 30°C ).
Aktivität und Vitalität der tagaktiven Bartagame werden nicht nur durch die Temperatur, sondern auch durch die Beleuchtung gefördert. Hier darf auf keinen Fall gesparrt werden. Um den Tieren eine Lichtintensität zu bieten, die dem natürlichen Sonnenlicht nahe kommt, empfielt sich eine Kombination verschiedener Lampen.
Lampenarten
Röhren: Leuchstoffröhren gibt es in verschiedenen Ausführungen. Je nach Tier- und Terrarienart brauchen die Röhren einen gewissen UV-Anteil. Hier unterscheidet man UV-A und UV-B. Die UV-A Strahlung fördert die Aktivität und das allgemeine Wohlbefinden,die UV-B Strahlung ist sehr sehr wichtig für die Synthese von Vitamin D welches für die Verarbeitung von Calcium ( und somit für den Knochenaufbau der Tiere) lebenswichtig ist. Man sollte also beim Röhrenkauf auf die Hersteller-Angaben achten. Ein hoher UV Anteil ist also notwendig. Auf keinen Fall auf die Idee kommen herkömmliche Röhren zuverwenden.
HQL- und HQI-Lampen: Bei größeren Terrarien empfehlen sich diese Lampen. Es sind Metalldampfentladungslampen. Sie erzeugen neben intensiv gebündeltem Licht auch eine erforderliche Strahlungswärme, die von den Bartagamen gerne angenommen wird. Allerdings sind diese Lampen sehr teuer und meiner Meinung nach reichen die Röhren auch völlig aus. Allerdings sollte man mindestens zwei Röhren bei einer Terrariengröße ab 1,20m verwenden. Sie sollten dann aber auch schon ungefähr die Länge des Terrariums haben.
Strahler/Spots: Mit diesen Strahlern kann man den Tieren einen Platz zum Sonnenbaden schaffen, damit sie sich aufwärmen können. Diese Strahler werden sehr heiß und wenn ich heiß sage, weis ich wovon ich rede! Ich hab mir schon übelst die Flossen daran verbrannt!!! Na ja. Aber nicht nur ich kann mich daran verbrennen, sondern auch die Tiere. Man sollte schon bei der Anbringung überlegen, ob die Tiere daran kommen können. Deshalb sollte der Abstand der Lampe zum Tier beachtet werden. Ein Abstand von 30- 50 cm sollte auf jeden Fall ausreichen ( Bei einem Spot mit 150 Watt ). Wenn nur ein geringerer Abstand möglich ist, dann sollte die Watt-Zahl des Spots geringer sein. Es gibt auch extra Käfige für diese Lampen, um zu verhindern, das die Tiere sich verbrennen. Ab einer Watt-Zahl von 100 W sollte eine Keramikfassung verwendet werden, weil herkömmliche Fassungen einfach schmilzen würden. Manche Spots erhöhen die Umgebungslufttemperatur, was nicht schlecht ist.
Die Auswahl ist groß. Zu empfehlen sind: Exo-Terra Sun Glo, ZooMed Basking Spotstrahler
UV-Lampen: Diese Lampen bieten eine sehr gute Alternative zu HQL- und HQI-Strahlern. Es sind sehr helle Flutlichtstrahler mit einem hohen UV- Anteil. Das Terrarium wird optimal ausgeleuchtet und die Tiere bekommen zusätzlich noch wichtige UV- Strahlung, welche auch über größere Distanz wirksam sind ( bis zu 60 cm Entfernung ). Sie eignen sich als Ganztages Lampen. Allerdings ist auf Grund der Wärmeentwicklung der Einsatz nur in größeren Terrarien möglich (z.B. 100x50x50 ).
Zu empfehlen: ZooMed Powersun UV, Namiba Terra Replux UV Heat D3
Die Osram Vitalux: Die Osram Vitalux ist ein Klassiker in der Terraristik. Durch ihre enormen UV- Anteil bietet sie den Tieren einen UV Spender. Allerdings ist sie mit Vorsicht zu verwenden. Die Strahlung ist so hoch, das die Tiere nur bis zu ca. 30 Minuten bestrahlt werden dürfen. Man sollte die Tiere aber erst an die Vitalux gewöhnen und mit einer Bestrahlung von 5 Minuten anfangen und sich dann langsam steigern.
Einrichtung
Zur Einrichtung gibt es eigentlich nicht viel zu sagen, außer das man seiner Phantasie freien Lauf lassen kann. Wenn ihr Lust habt könnt ihr eine Rückwand selber bauen ( Im Button " Terrarium u. Rückwandbau" mehr dazu ) und ansonsten könnt ihr Äste, Steine, Wurzeln Korkröhren, usw. verwenden. Als Bodengrund wurde ich z. B. roten Terrariensand mit einfachem Vogelsand mischen. Das spart euch viel Geld, weil der Terrariensand sehr teuer ist und man so viel mehr roten Sand bekommt. Außerdem ist in dem Vogelsand Granulat enthalten, was die Tiere auch fressen. Es hilft den Weibchen z. B. die Eischahlen aufzubauen ( Das Granulat besteht aus Calcium, was bei der Eibildung sehr wichtig ist ). Das Ergebnis der Mischung erhält man, wenn man ihn nass macht. Der Sand wird dann richtig schön fest. Dadurch können die Bartis sich ganze Gänge graben. Aber auch als Eiablageplatz ist er wunderbar geeignet.
Ihr könnt auch Terrarienerde verwenden und mit Vogels and mischen. Das war der erste Eiablageplatz meiner Bartagame. Die Erde ist auch grabfähig. Allerdings muss die Erde auch immer feucht gehalten werden, genau wie der Sand. Ansonsten trocknet die Erde oder der Sand aus. Dann kann es sein, das die Grabungen einrutschen und eure Bartagame begraben. Also, immer feucht halten!
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